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Tag 26

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Als erstes möchte ich allen, die uns auf unserer Wanderung über die Alpen begleiten, sagen, wie sehr mich euer Interesse freut. Ich habe auch versucht auf Kommentare zu antworten, aber sie erscheinen aus mir unverständlichen Gründen nicht öffentlich. Vielleicht landen sie ja in eurem Mailpostfach. Wenn nicht, dann schade. Es ist nicht ganz einfach mit dem Smartphone zu bloggen Assietta - Testa dell’ Assietta (2566 m) - Bergerie Assietta - Balboutet - Usseaux - 13,5 km - Auf 80 m - Ab 1130 m Das war eine wunderschöne Halbtagesetappe.      Wir starten früh, steigen noch kurz auf den kleinen Gipfel und werden von unzähligen Murmeltieren begrüßt. Endlich hören wir mal nicht nur ihr warnendes Pfeifen, sondern sehen sie auch über die Hänge flitzen. Wir sind so fasziniert, dass wir ein paar Mal fast unseren Weg zwischen den vielen Tierpfaden auf den Wiesenhängen verlieren. Dann schwenken wir in ein sehr idyllisches Tal und ich darf mich wieder in meiner ungelieb...

Tag 25

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Susa - (Bus) Salbertrand - Montagne Seu - Strada dei Cannoni - Lago dell‘ Assietta (2527 m) - 9,8 km - Auf 1560 m - Ab 30 m Diesmal hat es gut geklappt mit dem Bus. Es gibt aber nur einen pro Tag mit einer Abfahrtszeit um 9.50 Uhr. Das bedeutet: wir können unser Aufstieg von Salbertrand erst kurz vor 11 Uhr beginnen. Glücklicherweise im schattigen Wald. Ein steiler, aber sehr schöner Weg durch den Naturpark Gran Bosco di Salbertrand. Lavendel duftet zu unseren Füßen, später gehen wir unter Lärchen und Zirbelkiefern.  Im Alpdorf Montagne Seu machen wir eine längere Mittagsrast, und ich muss wohl im Gras eingeschlafen sein, denn plötzlich sind so viele Leute um uns herum. Das Rifugio Daniel Arlaud, das zur Siedlung gehört, gilt als mehrfach ausgezeichnete Eco-Lodge - und ist mit dem Auto erreichbar. Wir packen unser Zeug und verschwinden schleunigst aus dem Tumult. Laufen wollen die „Eco-Touris“ nur vom Parkplatz zum Picknicktisch. Wir sind nach wenigen M...

Tag 24

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Il Trucco - Susa - 7,1 km - Auf 10 m!!! - Ab 1220 m Ein halber Wandertag - oder eher noch weniger - und ein halber Tag Altstadtbummel.  Das Wetter ist wieder schön, nur der Weg nicht. Die GTA ist nach einem Waldbrand ziemlich zugewachsen. Wir nehmen den Rat der Wirtin gerne an, auf der Direttissima ( Sentiero 558) abzusteigen. Das ist der Pilgerweg zum Wallfahrtsgipfel des Rocciamelone, und weil am 5. August die Massenbesteigung zu Ehren der Madonna delle Neve stattgefunden hatte, ist der Weg im Bestzustand. Uns war’s recht, denn heute waren die Pilger schon längst wieder unten. Susa liegt im Tal der Dora Riparia auf dem Alpentransit zwischen Lyon in Turin mit Bahnverkehr und Autobahn. Trotz Hauptverkehrsader ist das Städtchen insbesondere das Centro Storico sehenswert. Der Augustusbogen, der vom cottischen König im 9. Jh. v. Chr. errichtet wurde, ist das älteste Bauwerk im vielfachen historischen Ensemble. Charmant ist auch die bewohnte Altstadt mit ih...

Tag 23

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Lago di Malciaussia - Colle Croce di Ferro (2258 m) - Il Truc - 15,8 km - Auf 820 m - Ab 930 m Die angekündigten Gewitter waren ausgeblieben oder hatten sich woanders entladen. Am Stausee regnete es einfach nur. Wir beschlossen, die normale GTA Etappe im Regen zu gehen, den „Abstecher“ auf den Rocciamelone, Italiens höchsten Pilgerberg aber ausfallen zu lassen.  Der Regen ließ bald nach, die Wolken verdichteten sich jedoch immer mehr. Ohne Wind und in absoluter Stille und Einsamkeit wurde der Aufstieg zur Gehmeditation, hin und wieder durch das Geläut von Kühen und Schafen unterbrochen. Und für ganz wenige Minuten gab‘s auch mal einen Sonnenstrahl. Am Pass schlug uns kalter Wind und Regen entgegen, so dass wir uns schnell in die warme Stube des Rifugio knapp unterhalb der Passhöhe retteten.  Die Rucksäcke wurden erleichtert, denn heute konnten wir alles anziehen, was wir schon drei Wochen lang mit uns herumschleppen: warme Sachen plus Regencape ...

Tag 22

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Dienstag, 6.8. ohne medialen Kontakt zur Außenwelt  Usseglio - Val di Viù - Lago di Malciaussia (Rifugio Vulpot) - 9,5 km - Auf 780 m - Ab 230 m Es regnet beim Frühstück. Wir lassen uns Zeit und tatsächlich klart es auf, als wir mit Stiefel und Rucksack aus dem Haus gehen.  Die Etappe ist als langweilige Straßenwanderung im Rother Wanderführer beschrieben und das stimmt - wie so vieles! - überhaupt nicht. Man darf nur nicht den GTA-Markierungen folgen. Wir wandern also heute mal auf Hannibals Spuren, bzw. seinen Nachfahren und folgen dem Trail des Hannibal Sky Race. Erst ganz gemütlich am Fluss entlang bis Margone. Inzwischen scheint die Sonne und wir rasten in der Bar für einen Cappuccino.  Danach ziemlich steil (Sky Race eben) durch den Wald zum Lago Falin und weiter wieder sehr gemütlich am Fluss entlang bis zum Stausee. Zimmer (sehr schön!) beziehen, duschen, essen und noch ein Spaziergang am See - bevor das angekündigte Regen- u...

Tag 21

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Pialpetta - Usseglio (Autotransfer) Wir sind wie die Turiner Ausflugstouristen durch die Lanzotäler gefahren. Nicht mit Bus und Bahn, wie geplant, sondern ganz komfortabel mit dem Auto.  In der Ferienzeit sind die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht so ganz einfach zu bewerkstelligen, ganz abgesehen davon, dass wir die Logik der Fahrpläne nicht  durchschauen. Aber irgendwie findet sich immer jemand, der uns mitnimmt. Diesmal war es die Bedienung des Restaurants in Pialpetta, die heute ihre Mutter in Usseglio besuchen wollte. So hatten wir außer der Erholung auch noch eine nette Unterhaltung. Um den Ruhetag richtig auszukosten, logieren wir eine Nacht im Albergo Rocciamelone, ehemals allerbeste Adresse für Bel Mondo. Wir senken den Altersdurchschnitt der Gäste um zwei Jahrzehnte. Den Knien gehts schon wieder ganz gut und morgen dürfen sie sich bei einer kurzen Talwanderung für die folgenden Etappen warm laufen.

Tag 20

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Ceresole - Colle della Crocetta (2641 m) - Pialpetta - 15,6 km - Auf 1170 m - Ab 1610 m Seit heute sind wir Richung Süden unterwegs und es erwarten uns drei sehr harte Etappen. In Pialpetta, nach dem langen Abstieg werden wohl meine Knie und das Wetter entscheiden, wie es weitergeht. Jetzt sind wir nur noch fünf GTA- Wanderer, die sich morgens, oben auf dem Pass und im Posto Tappa am Abend wiedertreffen.  Ein herrlicher Morgen, ein wunderschöner Wanderweg - erst durch den Lärchewald, dann über die verlassenen Alpen und weiter über ein kleines Schneefeld und Blockgelände zum Pass - immer mit phantastischem Gipfelpanorama des Gran-Paradiso-Massivs, der Levanna und der Vanoise und Frankreich. Zum Abstieg empfängt uns eine dünne Wolkendecke. Nicht nur deshalb entsteht ein völlig anderes Bild jenseits des Passes. Ein Stück tiefer naschen wir uns durch die Heidelbeerhänge, der Weg ist weiterhin gut. Pialpetta kommt in Sicht, tief, tief unter uns. Was ic...