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Tag 19

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Noasca - Prà del Cres (2002 m ) - Ceresole / Fonti Minerali - 13,4 km - Auf 980 m - Ab 550 m Der Frust von gestern ist vergessen, heute war ein Traumtag, und wir haben sooo viel gesehen - volles Bergpanorama! Das kam zum einen daher, dass sich die Wetterlage stabilisiert hatte, zum anderen, dass wir uns immer weiter von der Poebene entfernen (die für Dunst, Wolken und Mücken verantwortlich ist). Der Wanderweg war wunderschön, teilweise fast gemütlich durch die verlassenen Weiler der Gemeinde Noasca. Dann die tollen Wasserfälle und schlussendlich ein bequemer Abstieg zum großen Stausee von Ceresole Reale. Surreal ist für uns allerdings der Trubel, in den wir im Tal eintauchen. Am Fluss neben unserem Rifugio findet gerade ein Wettangeln statt. Ein typisches Augustwochende in Italien! Einziger Wermutstropfen heute: wir müssen zum Bankautomaten und der ist mehr zwei Kilometer weg vom Rifugio. Als wir ihn finden, ist er leider „senza funzione“. Den nächsten gibts in...

Tag 18

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San Lorenzo - Santuario Sant‘Anna - Fei - Noasca - 17,4 km - Auf 940 m - Ab 860 m Diese Etappe war irgendwie blöd - oder wir waren ein bisschen zu naiv. Das Höhenprofil sah ganz harmlos aus, 5.30 h als Gehzeit im Rother auch passabel. Allerdings waren Gewitter gemeldet zwischen 11 in 14 Uhr. Also beschlossen wir,    es morgens ganz gemütlich angehen zu lassen. Wir mussten nicht hoch hinaus, könnten also jederzeit Schutz finden und vielleicht würden wir mal nass werden.  Schön frühstücken war angesagt, denn bei Signora Simona in der Trattoria San Lorenzo hatte es nicht nur ein Abendessen gegeben, das alles bisher Gebotene getoppt hatte (darüber ein Extra), sondern auch das Frühstück war ausnahmsweise reichlich und köstlich. Dann gab‘s noch ein Paar Warnungen bezüglich des Weges (schlecht unterhalten, zugewachsen, viele umgestürzte Bäume) und entsprechende Alternativen, inklusive ein paar Straßenkilometer (immerhin auf de Strecke des...

Tag 17

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Talosio - Monte Arzola (2158 m) - Lago d‘Eugio (Stausee 1864 m) - Alpe di Colla (2171 m) - 16,4 km - Auf 1370 m - Ab 1550 m So ein hässliches Dorf wie Talosio haben wir auf der ganzen Strecke noch nicht erlebt. Und das Posto Tappa in der alten Schule war ebenfalls eine ziemliche Bruchbude. Nur das Eingangsschild war schön renoviert.  Das „Restaurant“ war ja auch nicht viel ansprechender, aber das Essen ... Ich hatte das ja gestern schon kurz erwähnt, jetzt nochmal ausführlich (speziell für Iris): Antipasti: gefüllte Eier auf gegrillter Aubergine und Artischocke, Melone und Serranoschinken, Sardellenfilets in Spinatsalsa, Toma (das ist Käse von der Alpe) Primo: Pasta mit Tomaten/Olivensosse Secondo: Hirschgulasch mit hausgemachtem Kartoffelpüree  Dolce: Himbeerbiskuit Mir genügte heute Morgen (6.30 h) eine Birne zum Frühstück, um vier Stunden zum Stausee zu laufen, bevor das mitgenommene Käsebrot verdrückt wurde. Die heutige Etappe hat...

Tag 16

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Ronco Canavese - Alpe Sionei - Colle Crest (2040 m) - Talosio -    14 km - Auf 1130 m - Ab 870 m Die GTA ist zwischen Piamprato und Ronco mittlerweile neu eingerichtet, aber es gibt auf der sehr langen Etappe keine Übernachtungsmöglichkeit und keine Erfahrungsberichte über den Zustand des Weges. Also nehmen alle GTAler den Bus und beginnen die Tour in Ronco. Auch hier wurde die Wegführung verändert und eine alte Direttissima freigeschlagen. Sehr steile 1100 Meter bergauf, überwiegend im Wald, aber sehr gut zu gehen.  Bergab über Wiesen und Wäldchen ist es heute wirklich recht beschaulich. In der Bar beim Santuario do Prascondo bietet sich endlich auch mal die Möglichkeit für eine Kaffeepause zwischendurch. Die „Etappentruppe“ ist inzwischen auf 12 Wanderer angewachsen. Das bisherige Maximum. Übernachtet wird heute in der alten Schule von Talosio - sehr, sehr schlicht. Dafür wird uns das Essen, das uns geboten wurde, unvergesslich bleiben. Es ...

Tag 15

Essen, Trinken, Schlafen - so verbringen wir den heutigen Tag Dass man die im Piemont gut isst, ist ja mittlerweile bekannt, immerhin wurde die Slow Food Bewegung hier geboren. Egal ob mittags oder abends, zu einem richtigen Essen gehören minimal drei Gänge, egal ob im Restaurant oder auf einer Gipfelhütte. Es beginnt mit den Antipasti: Schinken, Salami, Speck, Eiersalat, manchmal gegrillte Paprika. Dann il Primo Piatto: Pasta in allen Variationen, gerne mit Steinpilzen, Kräutern, alle möglichen gefüllten Sorten. Il Secondo Piatto ist eigentlich immer fleischig, Vegetarier haben es hier schwer. Sind wir nicht, was uns aber auch fehlt, ist das Gemüse. Auf jeden Fall sollte man noch Platz im Bauch für ein Dolce haben. Der Nachtisch ist immer sehr köstlich.  Zum Frühstück braucht man nicht viel zu sagen, das ist italienisch, also fast nichts. Klar, man ist ja noch vom Abendessen satt. Weil wir aber vom Frühstück unseren Tagesproviant abzweigen, fällt dieser meistens seh...

Tag 14

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Fondo - Bochetta delle Oche (2415 m) - Piamprato - 13,5 km - Auf 1350 m - Ab 870 m Es war wirklich eine Monstertour.  Begonnen hat sie ganz gemütlich, immer am rechten Ufer des wild rauschenden Torrente Chiusella entlang. Wir waren schon kurz nach 7 h losgezogen und brauchten im kühlen Bergschatten erstmal zwei Stunden um auf Betriebstemperatur zu kommen. Da hatten wir die ersten 500 Höhenmeter locker geschafft. Danach wurde es kernig. Immer mal wieder ein Blick zurück in die Poebene und nach vorne zum Monte Marzo - und stetig steiler steigen! Die Kräfte drohten mich heute zu verlassen. Es wurde Meter um Meter kälter, und mit Erreichen des Passes waren die Wolken da. Ein paar Meter unter der Kante war’s schon wieder gut - Pause!  So gemein wie der Aufstieg war, war auch der Abstiegsweg. Erst felsig steil, meist in Wasserläufen (der letzte Schnee schmilzt), dann ziemlich zugewachsenes Buschgelände, schräge Felsplatten, unter uns die Schlucht de...

Tag 13

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Rifugio Bruna Piazza ( Traversella) - Pian do Cappia - Succinto - Fondo - 10,3 km - Auf    378 m - Ab 280 m Pausentag? Während ich darauf eingestellt war, den verregneten Sonntag in der Hängematte zu verbringen, grummelte der Gatte, „schau doch noch mal nach dem Wetter“. Es war ja nun tatsächlich nicht so schlimm wie angekündigt. Der Regen hatte am Samstagabend schon aufgehört und am Morgen verzogen sich die dicken Wolken.  Er wollte weiter, ich nicht. Wir einigten uns auf einen Kompromiss: wir gehen heute zurück zur    GTA, aber erst nach einem gemütlichen Frühstück, das im Rifugio heute ganz  besonders gut und reichhaltig war. Erst gegen 11 h nehmen wir den Sentiero delle Anime unter die Füße. Auf dem "Seelenweg“, um den sich etliche Legenden ranken, kann man immer mal wieder Zeichen einer alten Kultur, in die Felsen geritzt, entdecken. Er hat allerdings ziemlich unter einem Waldbrand gelitten. War also kein Waldspaziergang! ...