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Tag 43

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Rifugio Genova-Figari - Colle do Fenestrelle (2463 m) - Piano del Praiet - San Giacomo - 14,7 km - Auf 520 m - Ab 1310 m Es war eine gute Entscheidung auf der GTA zu bleiben. Wir haben wunderbar gegessen und geschlafen im Rifugio Genova, dazu noch überraschend preiswert.  Am Morgen „überwachte“ ein Steinbock unseren Aufstieg, am Pass überraschten zwei kleine Seen, und den langen, aber sehr bequemen Abstieg begleiteten uns mehrere Gämsen und Wiesen voller Enzian. Ab Piano del Praiet befinden wir uns auf dem Jakobsweg, der in Gegenrichtung über den Colle di Finestra zur Wallfahrtsstätte Madone de Fenestre und letztendlich weiter bis Santiago di Compostela führt.  In San Giacomo, der Pilgerstation, sind wir - ohne irgendwelche Pilger - wieder alleine mit Andreas, mit dem wir seit drei Tagen den Weg beschreiten. Unsere bisherigen Begleiter hatten es plötzlich eilig ans Ziel zu kommen und sind uns „davon gelaufen“. Morgen müssen wir eine unfreiwillige Straßenet...

Tag 42

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Terme di Valdieri - Colle del Chiapous (2526 m) - Rifugio Genova-Figari - 16,8 km - Auf 1290 m - Ab 640 m Auf königlichem Jagdsteig ins Vallone di Lourousa, das ging sich so angenehm wie selten zuvor. Am winzig kleinen Lago Lagarot stehen wir unmittelbar vor den Nordwänden der Argentera - himmelhohe Felswände, die als die schwierigsten Kletterrouten der Seealpen gelten. Wir steigen weiter, zunächst entlang des Wildbachs, dann nur noch durch Blockwerk. Zum wiederholten Male merke ich, dass diese Welt aus Stein nicht meine ist. Es ist grandios, ohne Frage, aber es raubt viel Kraft durch die mächtigen Felsblöcke hindurchzusteigen. Aber endlich haben wir mal das Glück, die Tiere zu sehen, die hier zuhause sind: Steinbock und Gemse. Am Pass ist erstmal eine lange Pause notwendig. Wir sind unglaublich froh, dass wir diese Tour bei besten Wetterbedingungen machen können. Der Abstieg ist eher einfach. Der Steilhang runter zum Stausee ist mit Serpentinen durchzogen, aber auch hi...

Tag 41

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Rifugio Malinvern - Coletto di Valscura (2520 m) - Valle di Valasco - Terme di Valdieri - 16,5 km - Auf 760 m - Ab 1230 m Sonntagswetter! Herrliche Gipfelschau, glitzernde Bergseen, Wasserfälle, schöne Bergwege - heute    war alles so, wie man es sich für eine Bergwanderung wünscht.  Wir sind im Naturpark der Alpi Marittime unterwegs. Im Aufstieg aus dem Tal des Rio Freddo noch im Bergschatten bis zum Lago Malinvern, wo wir nochmal Rückschau zum Monviso haben, dann sonnig weiter über den Moränenwall eines längst verschwundenen Gletschers zum wohl bizarrsten Pass der ganzen Tour. Erst wenige Meter unterhalb des Felsdurchtritts erkennt man an den langen Schneestangen, wo sich der Übergang befindet.  Und dann der Blick ins nächste Tal, einfach atemberaubend! Wir bleiben hier lange sitzen und genießen. Ein Bartgeier-Paar zieht zwei Schleifen über uns hinweg - majestätisch große Vögel! Der Abstieg zum Lago di Valscura geht über einen ehemaligen Mil...

Tag 40

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Santuario Sant‘Anna di Vinadio - Colle delle Lombarda (2350 m) / Grenze zu Frankreich - Passo d‘Orgials (2600 m) - Lago della Valetta     - Rifugio Malinvern - 14,7 km - Auf 860 m - Ab 1080 m Es war kalt heute Nacht im Kloster und genauso kalt am Morgen. Bei eisigem Wind brauchen wir selbst zum Aufstieg alles an Merino, Angora und Fleece, was wir dabei haben. Als wir den Grenzkamm zwischen Italien und Frankreich erreichen, sind wir exakt an der Wetterscheide: drüben sonnig, hüben grau. Entlang der grasbewachsenen Militärpiste liegen noch die die verrotteten Stacheldrahtzäune, die moderne Grenze besteht nur noch aus Grenzsteinen.  Am Colle della Lombarda treffen wir auf die Pass-Straße. Wir müssen leider in den kalten, wolkigen Hang abdrehen, statt zur sonnigen Côte d‘Azur abzusteigen.  Auf der GTA wartet der Passo d’Orgials. Der ganze Berg ist ein Schutthaufen. Überhaupt machen die italienischen Alpen den Anschein, dass sie über kurz oder lang tota...

Tag 39

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Strepeis - Vallone d‘Insciauda - Passo di Bravaria (2311 m) - Santuario Sant’Anna di Vinadio - 11 km - Auf 1200 m - Ab 360 m Später Aufbruch, weil es erst ab 8 Ihr Frühstück gab. Wir hatten noch überlegt, ohne Frühstück früher loszugehen, weil schon wieder Gewitter ab frühem Nachmittag angekündigt waren und wir ja nie wissen, ob es wirklich richtiges Frühstück oder nur Zwieback und Marmelade gibt. Aber es war sehr gut und reichlich, was da alles auf dem Buffet stand. Das Warten hatte sich also gelohnt. Die Wanderung machten wir heute mal nur nach Karte, weil uns die Wegführung aus dem Rother nicht gefiel (zu viel Straße!).  Natürlich ging’s gleich wieder steil los - sind wir ja nun gewöhnt, aber heute mit Sicht. Bei knapp 2000 m weitet sich das enge Tal zu einem Kessel, der von spitzen Gebirgszacken umgeben ist. Der Passo di Bravaria ist ein enger Durchstieg zum Südhang, der wie immer ein völlig anderes Landschaftsbild zeigt. Unser Ziel, Europas höchstgel...

Tag 38

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Sambuco - Caserma (2241 m) - Bagni di Vinadio - Strepeis - 12,5 km - Auf 1120 m - Ab 1010 m Das war heute anstrengend und ohne echte Highlights. Erst 1100 m steiler Wolkendurchstieg hinauf, oben zumindest kein Regen, danach noch steiler wieder runter. Immerhin kam die Sonne noch raus und wir kühlten die heißen Füße kurz im Bach.  Unser Posto Tappa ist mal wieder sehr speziell, ein bisschen wie Landschulheim. Wir beide belegen die untere Etage mit 10 Betten, zwei weitere GTA Wanderer die obere. Fürs heiße Duschen brauchen wir Jetons, die gerade nicht verfügbar sind, und Essen gibts erst um acht. Nach dem Luxus von gestern sind wir etwas enttäuscht. Aber wir sind ja in einem Ort mit Thermalbad. Die Therme ist zwar seit Jahren wegen Renovierung geschlossen, aber am Bach gibt es zwei Gumpen mit wunderbar heißem Thermalwasser. Statt zu Duschen liegen wir am späten Nachmittag also in den kleinen Becken und lockern die angestrengten Muskeln. Wir merken seit eini...

Tag 37

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Endlich lassen sich mal wieder Fotos laden. Deshalb konnte ich die letzten Tage auch bebildern. Pontebernardo - Pietraporzio - Sambuco - 10,8 km - Auf 380 m - Ab 450 m Spazierwanderung mit Picknick Nun sind wir schon mehr als fünf Wochen unterwegs und essen jeden Abend vorzüglich ( gestern gab es z.B. als Primo Pasta mit Zucchini-Minze-Käsesoße, und als Secondo Hirschgulasch), aber wir können nur ganz selten Tagesproviant einkaufen. Es gibt in den kleinen, zum Teil nur im Sommer bewohnten Dörfern einfach keine Läden. Die Trattorien, Pensionen und Posto Tappa-Betreiber kaufen vielfach direkt, anderes kommt aus dem Garten und, wenn es eine Fahrstraße gibt kommt ab und zu ein fahrender Händler vorbei.  Aber heute war Markt in Pietraporzio und wir konnten bei unserer kurzen Etappe umdisponieren und einen „Einkaufsbummel“ einplanen. Mit Käse, Salami, Brot und Obst schwer bepackt, stiegen wir die knapp 400 m hoch zum alten Schäferweg und machten eine lang...