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Tag 3

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Alpe Baranca - Colle Baranca - Colle d‘Egua (2239 m) - Carcoforo - 10,8 km - Auf 660 m - Ab 940 m Start 7.50 Uhr, für den Nachmittag ist leichter Regen gemeldet. Piet ist sowieso froh den Schnarchsaal in der Alpe früh verlassen zu können. Der Weg ist faszinierend: eine gut gebaute Mulatiera zieht sich hoch zum Lago Baranco, vorbei am Wasserfall, hinein in einen wildromantischen Alpkessel. Piet entdeckt das erste Murmeltier. Über die Wiesenhänge zur Alpe Sella hören wir die Tiere immer mal wieder pfeifen.  Dann wird es steiler bis zur Passhöhe. Der schöne Blick auf das Monte Rosa Massiv wird durch die tief hängenden Wolken ein wenig getrübt. Es ist kalt, aber immer noch trocken. Durch das weite Hochtal der Alpe Egua wandern wir die nächsten zwei Stunden in sanftem Gefälle hinunter in das archaische Häuserensemble von Carcoforo. Unterkunft im Rifugio Alpenrose - und einen ganzen Nachmittag lang faulenzen.

Tag 2

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Rimella / Chiesa - Roncaccio - La Res - Santa Maria - Alpe Baranca - 11,3 km - Auf 970 m - Ab 580 m Für den Tag war eine stabile Wetterlage vorhergesagt, ein paar graue Wolken, aber nichts bedrohliches. Wir können uns also Zeit lassen.  Diese Etappe gehen wir mit Begleitung eines Schweizer Paars, das bereits seit 27 Tagen unterwegs ist. Es ist eine waldreiche Strecke mit moderaten An- und Abstiegen entlang steiler Hänge. Erinnert insgesamt ein bisschen an Madeira, inclusive der „Wegelagerer“: Farn und Brombeeren. Statt im Lorbeerwald wandern wir hier durch schöne Buchenwälder.  Nachdem wir das Rimella Gebiet verlassen haben und uns entlang des Torrente Mastallone hinauf zum Colle Baranca bewegen, fallen die Bremsen in Schwärmen über uns her. Da hilft auch „Anti-Brumm-Forte“ kaum, sondern nur noch das um sich schlagen. Erst in der Höhe wird es besser. Bei 1600 m haben wir nach fünf Stunden das Rifugio Alpe Baranca erreicht, die letzte Unterk...

Rimella

... und die Albergo Fontana  Die Walsersiedlung Rimella ist eine Gemeinde mit unzähligen Weilern und ist nicht nur landschaftlich sehr reizvoll ist, sondern auch ein wunderschönes Wandergebiet. Außerdem kulturhistorisch interessant, wenn man sich für die Geschichte der Walser interessiert. Legendär ist allerdings seit fast 200 Jahren die Albergo Fontana in Rimella Chiesa. Wir wollten uns das kulinarische Highlight nicht entgehen lassen und hatten uns für unseren ersten Tag zur Halbpension angemeldet. Das köstliche Abendessen dauerte fast drei Stunden und ein Gang war deliziöser als der andere. Und natürlich konnte das Frühstück nicht ausfallen. Mit Käse von der Alpe, hausgerauchten Schinken, frischer Apfeltarte, und Panini mit Heidelbeermarmelde im Bauch ging es nicht so früh wie geplant weiter.

Tag 1

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Omegna - Forno (Auto) - Campello Monti - Rimella Chiesa - 14,3 km - Auf 1100 - Ab 800 Der Tag schien perfekt für unseren Wanderstart zu sein - nur der Bus, der uns im Strona-Tal bis Forno bringen sollte, fuhr nicht. Ich hatte schon so eine Ahnung, doch der Barista, bei dem es die Fahrkarten geben sollte, meinte gestern Abend noch, dass der 8-Uhr-Bus wohl fährt. Am Morgen hieß es dann, heute fährt nur ein Bus um 14.30 h. Wir wollten auf keinen Fall das wunderbare Wetter vertrödeln und versuchten zu trampen - keine Chance! Die drei Taxen, die es in Omegna gibt, waren ebenfalls bis nachmittags ausgebucht.  Also blieb nur laufen und das Etappenziel ändern. Weit kamen wir nicht, denn beim letzten Haus wurden wir gewarnt:“il sentiero e brutto“. Es folgte eine längere Diskussion mit einem weiteren Nachbarn und sie waren sich einig, dass wir da nicht gehen sollen. Ich frage die beiden Männer, ob nicht einer unser Taxifahrer sein möchte und wir können einen t...

Es geht los

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Mo 15.7. Zürich - Brig - Domodossala - Omegna / Lago d’Orta Monatelang habe ich mich mit der bevorstehenden Wanderung befasst, die wenigen Internetseiten, die es zur GTA gibt studiert, Bücher und Wanderführer gelesen, Tracks geladen, Routen gezeichnet, mich mit ultralight-Hiking beschäftigt, meine Italienischkenntnisse aufgefrischt und natürlich trainiert.  Unsere Freundin, die uns die ersten beiden Wochen begleiten wollte, musste aus gesundheitlichen Gründen absagen. Da stellt man sich schon mal die Frage, ob unsere alten Knochen die geplante Tour wirklich so gut mitmachen. Wir werden sehen. Wir fühlen uns gesund und fit und gut vorbereitet und haben zweieinhalb Monate Zeit. Vielleicht erreichen wir zu Fuß das Mittelmeer - das jedenfalls ist das erklärte Ziel. Jetzt sitzen Piet und ich in der Bahn nach Italien. Die Gewitter- und Regenwolken von gestern Nacht hängen noch tief über der Westschweiz - ein grauer Sommertag zum Auftakt. Dann taucht das Matterhorn auf, wolke...

Grande Traversata delle Alpi

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was ist das? wo ist das?  Die GTA, die Grande Traversata delle Alpi, beschreibt eine Alpenquerung über den gesamten italienischen Westalpenbogen von den Walliser Alpen über die Grajischen und die Cottischen Alpen bis zu den Seealpen und Ligurischen Alpen. In den Walliser Alpen verläuft der Alpenhauptkamm noch in Ost-West-Richtung und biegt dann im Bereich des Mont-Blanc-Massivs nach Süden um und zieht sich ab den Grajischen Alpen durch den Piemont bis zum Mittelmeer in Nord-Süd-Richtung. Es handelt sich um einen Bergweg im alpinen Gelände ohne Gletscherüberquerungen und ohne Kletterstellen. Es sind historische Saumwege, transalpine Salzstraßen, königliche Jagdsteige, ehemalige Militärstraßen, Bergbauern- oder Alpwege.  warum machen wir das? warum die GTA? Weil uns das Weitwandern so gut gefällt, weil wir Freude daran haben, wie sich eine Landschaft von Tag zu Tag vor uns ausbreitet, weil es schon lange ein Traum von mir war, die Alpen zu überquer...