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Tag 8

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Rifugio Madonna della Neve - Rosazza - Santuario San Giovanni - Colle Cucco - Santuario do Oropa - 19 km - Auf 420 m - Ab 710 m  Heute haben wir eine flache, knieprotektive Variante gewählt. Also nicht steil die Direttissima runter nach Rosazza und steil wieder rauf über den Colle della Colma, sondern in weiten Schleifen durch die Täler. Besonders der Weg über dem Cervo-Tal hat mich sehr an Madeira erinnert( für die Auskenner: wie die Levada dos Cedros, nur ohne Levada unter anderen Bäumen).  Zwischen den beiden Klöstern gilt der „Tracciolino“ erst seit kurzer Zeit als GTA-Variante und ist dementsprechend menschenleer. Da waren die blutsaugenden Plagegeister (diesmal waren es Mücken) natürlich begeistert, dass mal wieder zwei „Opfer“ vorbeikamen. Am Ende erreichen wir den monumentalen Wallfahrtsort Oropa und nehmen ein Zimmer im Kloster. Mal wieder Luxus zwischen den Rifugio-Übernachtungen und Zeit für die „große“ Wäsche. Morgen gehts wieder ...

Tag 7

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Rifugio Rivetti - Piedicavallo - Rifugio Madonna Delle Neve - 8,5 km - Ab 1120 m - Auf 440 m Zum morgendlichen Abstieg hätten wir gern ein „cavallo per i piedi“ gehabt. Das war zäh! Zur Erholung für die Füße saßen wir zwei Stunden auf der Schattenterrasse einer Bar im rustikalen Piedicavallo, dann ging es im Waldschatten wieder hinauf zum Rifugio Madonna della Neve. Wir sind angemeldet und Alberto und Raffaela begrüßen uns mit Handschlag. Erstmal sind wir die einzigen Gäste im Rifugio und Alberto hat viel Zeit zum erzählen - welche Wege wohin führen, wie es früher war, wie es heute hier abläuft,    .... Schon ein paarmal haben wir uns gefragt, wie die Lebensmittel für die Gäste auf den Berg kommen. Natürlich heutzutage nicht mehr auf dem Rücken der Maultiere, sondern über einen    einfachen Lastenaufzug die frischen Sachen und per Helikopter die Getränke und haltbaren Dinge. Das rechnet sich nach Zeit: eine Heli-Minute kostet den Empfänge...

Tag 6

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Alagna - Riva Valdobbia - Peccia - Passo Maccagno (2495 m) - Colle Lazoney (2395 m) - Colle do Mologna Grande (2364 m) - Rifugio Rivetti ( 2150 m) Leicht war‘s nicht, ganz im Gegenteil. Und geplant war‘s auch nicht. Eigentlich wollten wir heute von der GTA abweichen, weil die Strecke viele Straßen- und Pistenkilometer hat, und stattdessen über den Sentiero dell‘Arte bis Peccia wandern. Aber wir haben die Wanderlust der Italiener an einem schönen Sommerwochenende unterschätzt - es war voll auf allen Wegen. Als wir mal wieder die Straße kreuzten, Daumen raus - und welch ein Glück: das dritte Auto hielt. Wir ließen uns bis ans Ende der Fahrstrasse in Peccia mitnehmen und entschieden uns spontan für die Monstertour. Es sprach alles dafür, die Flucht vor den Massen von Ausflüglern, die stabile Wetterlage (keine Strecke, die man bei Nebel oder gar Regen gehen sollte!) und mein Knie war auch einverstanden. Wir waren zwar spät dran für eine Acht-Stunden-Tour, aber mit Proviant und Schla...

Tag 5

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Rima - Colle Mud (2324 m) -    Pedemonte - Alagna - 11 km - Auf 920 m - Ab 1120 m Das war ein knochenharter Tag. Der Aufstieg zum Colle Mud war faszinierend, obwohl wir zur Hälfte in dichtem Nebel gingen. Nichts als Steine, Schnee und Blumen, die in allen Farben um die Wette leuchten. Die letzte Möglichkeit de Monte Rosa doch noch zu sehen, ist damit perdu. Und kalt war‘s! Nach dem Pass, auf 2260 m dann eine bewirtschaftete Hütte des italienischen Alpenvereins. Es ist Wochenende und entsprechend was los. Wir wärmen uns nur auf und bevor uns der Nebel wieder verschlucken will, brechen wir zum Abstieg auf. Ein Italiener bittet um Begleitung, weil er sich fürchtet alleine im Nebel abzusteigen. Wir sind ein bisschen erstaunt, über sein Vertrauen in unsere Orientierungsfähigkeit. Der steile Abstieg ist aber auch wirklich schlecht markiert und verschwindet oft im Blumengrün. Erst als wir die Baumgrenze erreichen wird der Weg deutlich    - und noch steiler. Mein ges...

Tag 4

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Carcoforo - Colle del Termo (2351 m) - Rima - 10,8 km - Auf 1050 m - Ab 940 m Steil rauf, steil runter - gestern, heute und morgen wieder. Der Weg ist immer anders schön. Das Wetter ist so lala, hin und wieder ein bisschen Sonne, in der Höhe hängen die dicken Wolken.  Die letzten 200 m bis zum Pass waren heute richtig dicht. Am Rande eines Altschneefeldes waren die eng gesetzten Wegmarkierungen durch den Bruchhang wirklich hilfreich.  Der Abstieg wurde als „auf den ersten Blick schockierend“ beschrieben - wir sahen garnix. Erst als wir die sorgfältig angelegten, engen Serpentinen im steilen Grashang hinter uns hatten, zeigte sich der Lawinen gesicherte Hang für einen kurzen Moment. Gut so! Der Rest zog sich in knieschonenden langen Kehren durch den Wald bis ins schmucke Walserdorf Rima.  Ein ehemals reiches Dorf, dessen Bewohner sich auf die Herstellung von künstlichem Marmor spezialisiert hatten. Nicht nur die bayrischen Königsschlösser w...

Tag 3

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Alpe Baranca - Colle Baranca - Colle d‘Egua (2239 m) - Carcoforo - 10,8 km - Auf 660 m - Ab 940 m Start 7.50 Uhr, für den Nachmittag ist leichter Regen gemeldet. Piet ist sowieso froh den Schnarchsaal in der Alpe früh verlassen zu können. Der Weg ist faszinierend: eine gut gebaute Mulatiera zieht sich hoch zum Lago Baranco, vorbei am Wasserfall, hinein in einen wildromantischen Alpkessel. Piet entdeckt das erste Murmeltier. Über die Wiesenhänge zur Alpe Sella hören wir die Tiere immer mal wieder pfeifen.  Dann wird es steiler bis zur Passhöhe. Der schöne Blick auf das Monte Rosa Massiv wird durch die tief hängenden Wolken ein wenig getrübt. Es ist kalt, aber immer noch trocken. Durch das weite Hochtal der Alpe Egua wandern wir die nächsten zwei Stunden in sanftem Gefälle hinunter in das archaische Häuserensemble von Carcoforo. Unterkunft im Rifugio Alpenrose - und einen ganzen Nachmittag lang faulenzen.