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Tag 11

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Quincinetto - Le Capanne - 5,8 km - Auf 1110 m - Ab 0 m Jetzt haben wir die Walliser Alpen verlassen und werden die nächsten Tage durch die Grajischen Alpen im Gran-Paradiso-Nationalpark unterwegs sein. Die GTA führt durch die wilde, einsame Seite des Schutzgebietes, wo wir mit Glück Steinböcke zu sehen bekommen werden. Ein nächtliches Gewitter hat die Morgentemperaturen auf unter 30 Grad gebracht. Wir verlassen das dampfende Quincinetto und unsere sehr komfortable Unterkunft im B&B Casa Val kurz nach 6 Uhr morgens ohne Frühstück. Allerdings werden wir mit Verpflegung versorgt, die einen ganzen Tag reichen würde.  Bis die Sonne übern Berg gekrochen ist, haben wir auf der gepflegten Mulattiera schon eine gute Höhe erreicht und finden einen mückenarmen Platz für unser Frühstück.  Ein kurzer Blick in eine ehemalige Quarzmine, dann schattig weiter durch einen Birkenwald und am Ende über Wiesen und Kuhweiden bis zum Agriturismo Le Capanne. Bereits um 11 Uhr...

Tag 10

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Colma do Mombarone (2371 m) - Trovinasse - Quincinetto (295 m) -    14,8 km - Auf 90 m - Ab     2076 m Wir sind am tiefsten Punkt der GTA angekommen, am Eingang zum Aosta-Tal an der Dora Baltea. Es ist wahnsinnig heiß (35 Grad jetzt gegen 22h) und die Mücken machen mich fast wahnsinnig. Der Tag hatte perfekt begonnen: Sonnenaufgang am Mombarone, schöner Abstieg bis zum Agriturismo Belvedere, drei Stunden Pause im luftigen Schatten, dann die unendlichen 1100 m weiter runter bis Quincinetto. Der Weg ist fast durchgängig eine Mulattiera, Typ Caminho Real.  Morgen steigen wir wieder hoch - sehr früh, bevor die Mücken aufwachen

Tag 9

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Oropa - OropaSport (1870 m Seilbahn) - Rifugio da Coda ( 2280 m ) - Colle de Lace - Punto dei Tre Vescovi - Rifugio de Mombarone (2312 m) Wir sitzen hoch auf dem Berg als einzige Gäste der Gipfelhütte des Mombarone, nur ab und zu kommen ein paar Trailrunner vorbei. Die trainieren locker, was uns heute reichlich Schweiß gekostet hatte. Es war in der Tat die wildeste und schwierigste der bisherigen Etappen. Die ersten 700 m ließen wir uns mit der Seilbahn hochgondeln. Dann ging es ewig durch die Blockfelder unterhalb des Monte Rosso, später die ersten eher harmlosen Felspassagen mit Fixseil und Steigeisen - alles bei knapp 30 Grad. Am Refugio da Coda holten uns die Wolken ein und wir blieben für die kniffelige Passage an den ziemlich verwachsenen Grashängen mit einem deutschen Paar zusammen. Am Colle della Lace (nach 6 Stunden) stiegen die beiden weiter über die GTA ab, wir nahmen bei inzwischen wolkenfreiem Himmel die Kammroute zum Colma di Momb...

Tag 8

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Rifugio Madonna della Neve - Rosazza - Santuario San Giovanni - Colle Cucco - Santuario do Oropa - 19 km - Auf 420 m - Ab 710 m  Heute haben wir eine flache, knieprotektive Variante gewählt. Also nicht steil die Direttissima runter nach Rosazza und steil wieder rauf über den Colle della Colma, sondern in weiten Schleifen durch die Täler. Besonders der Weg über dem Cervo-Tal hat mich sehr an Madeira erinnert( für die Auskenner: wie die Levada dos Cedros, nur ohne Levada unter anderen Bäumen).  Zwischen den beiden Klöstern gilt der „Tracciolino“ erst seit kurzer Zeit als GTA-Variante und ist dementsprechend menschenleer. Da waren die blutsaugenden Plagegeister (diesmal waren es Mücken) natürlich begeistert, dass mal wieder zwei „Opfer“ vorbeikamen. Am Ende erreichen wir den monumentalen Wallfahrtsort Oropa und nehmen ein Zimmer im Kloster. Mal wieder Luxus zwischen den Rifugio-Übernachtungen und Zeit für die „große“ Wäsche. Morgen gehts wieder ...

Tag 7

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Rifugio Rivetti - Piedicavallo - Rifugio Madonna Delle Neve - 8,5 km - Ab 1120 m - Auf 440 m Zum morgendlichen Abstieg hätten wir gern ein „cavallo per i piedi“ gehabt. Das war zäh! Zur Erholung für die Füße saßen wir zwei Stunden auf der Schattenterrasse einer Bar im rustikalen Piedicavallo, dann ging es im Waldschatten wieder hinauf zum Rifugio Madonna della Neve. Wir sind angemeldet und Alberto und Raffaela begrüßen uns mit Handschlag. Erstmal sind wir die einzigen Gäste im Rifugio und Alberto hat viel Zeit zum erzählen - welche Wege wohin führen, wie es früher war, wie es heute hier abläuft,    .... Schon ein paarmal haben wir uns gefragt, wie die Lebensmittel für die Gäste auf den Berg kommen. Natürlich heutzutage nicht mehr auf dem Rücken der Maultiere, sondern über einen    einfachen Lastenaufzug die frischen Sachen und per Helikopter die Getränke und haltbaren Dinge. Das rechnet sich nach Zeit: eine Heli-Minute kostet den Empfänge...

Tag 6

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Alagna - Riva Valdobbia - Peccia - Passo Maccagno (2495 m) - Colle Lazoney (2395 m) - Colle do Mologna Grande (2364 m) - Rifugio Rivetti ( 2150 m) Leicht war‘s nicht, ganz im Gegenteil. Und geplant war‘s auch nicht. Eigentlich wollten wir heute von der GTA abweichen, weil die Strecke viele Straßen- und Pistenkilometer hat, und stattdessen über den Sentiero dell‘Arte bis Peccia wandern. Aber wir haben die Wanderlust der Italiener an einem schönen Sommerwochenende unterschätzt - es war voll auf allen Wegen. Als wir mal wieder die Straße kreuzten, Daumen raus - und welch ein Glück: das dritte Auto hielt. Wir ließen uns bis ans Ende der Fahrstrasse in Peccia mitnehmen und entschieden uns spontan für die Monstertour. Es sprach alles dafür, die Flucht vor den Massen von Ausflüglern, die stabile Wetterlage (keine Strecke, die man bei Nebel oder gar Regen gehen sollte!) und mein Knie war auch einverstanden. Wir waren zwar spät dran für eine Acht-Stunden-Tour, aber mit Proviant und Schla...

Tag 5

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Rima - Colle Mud (2324 m) -    Pedemonte - Alagna - 11 km - Auf 920 m - Ab 1120 m Das war ein knochenharter Tag. Der Aufstieg zum Colle Mud war faszinierend, obwohl wir zur Hälfte in dichtem Nebel gingen. Nichts als Steine, Schnee und Blumen, die in allen Farben um die Wette leuchten. Die letzte Möglichkeit de Monte Rosa doch noch zu sehen, ist damit perdu. Und kalt war‘s! Nach dem Pass, auf 2260 m dann eine bewirtschaftete Hütte des italienischen Alpenvereins. Es ist Wochenende und entsprechend was los. Wir wärmen uns nur auf und bevor uns der Nebel wieder verschlucken will, brechen wir zum Abstieg auf. Ein Italiener bittet um Begleitung, weil er sich fürchtet alleine im Nebel abzusteigen. Wir sind ein bisschen erstaunt, über sein Vertrauen in unsere Orientierungsfähigkeit. Der steile Abstieg ist aber auch wirklich schlecht markiert und verschwindet oft im Blumengrün. Erst als wir die Baumgrenze erreichen wird der Weg deutlich    - und noch steiler. Mein ges...