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Tag 17

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Talosio - Monte Arzola (2158 m) - Lago d‘Eugio (Stausee 1864 m) - Alpe di Colla (2171 m) - 16,4 km - Auf 1370 m - Ab 1550 m So ein hässliches Dorf wie Talosio haben wir auf der ganzen Strecke noch nicht erlebt. Und das Posto Tappa in der alten Schule war ebenfalls eine ziemliche Bruchbude. Nur das Eingangsschild war schön renoviert.  Das „Restaurant“ war ja auch nicht viel ansprechender, aber das Essen ... Ich hatte das ja gestern schon kurz erwähnt, jetzt nochmal ausführlich (speziell für Iris): Antipasti: gefüllte Eier auf gegrillter Aubergine und Artischocke, Melone und Serranoschinken, Sardellenfilets in Spinatsalsa, Toma (das ist Käse von der Alpe) Primo: Pasta mit Tomaten/Olivensosse Secondo: Hirschgulasch mit hausgemachtem Kartoffelpüree  Dolce: Himbeerbiskuit Mir genügte heute Morgen (6.30 h) eine Birne zum Frühstück, um vier Stunden zum Stausee zu laufen, bevor das mitgenommene Käsebrot verdrückt wurde. Die heutige Etappe hat...

Tag 16

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Ronco Canavese - Alpe Sionei - Colle Crest (2040 m) - Talosio -    14 km - Auf 1130 m - Ab 870 m Die GTA ist zwischen Piamprato und Ronco mittlerweile neu eingerichtet, aber es gibt auf der sehr langen Etappe keine Übernachtungsmöglichkeit und keine Erfahrungsberichte über den Zustand des Weges. Also nehmen alle GTAler den Bus und beginnen die Tour in Ronco. Auch hier wurde die Wegführung verändert und eine alte Direttissima freigeschlagen. Sehr steile 1100 Meter bergauf, überwiegend im Wald, aber sehr gut zu gehen.  Bergab über Wiesen und Wäldchen ist es heute wirklich recht beschaulich. In der Bar beim Santuario do Prascondo bietet sich endlich auch mal die Möglichkeit für eine Kaffeepause zwischendurch. Die „Etappentruppe“ ist inzwischen auf 12 Wanderer angewachsen. Das bisherige Maximum. Übernachtet wird heute in der alten Schule von Talosio - sehr, sehr schlicht. Dafür wird uns das Essen, das uns geboten wurde, unvergesslich bleiben. Es ...

Tag 15

Essen, Trinken, Schlafen - so verbringen wir den heutigen Tag Dass man die im Piemont gut isst, ist ja mittlerweile bekannt, immerhin wurde die Slow Food Bewegung hier geboren. Egal ob mittags oder abends, zu einem richtigen Essen gehören minimal drei Gänge, egal ob im Restaurant oder auf einer Gipfelhütte. Es beginnt mit den Antipasti: Schinken, Salami, Speck, Eiersalat, manchmal gegrillte Paprika. Dann il Primo Piatto: Pasta in allen Variationen, gerne mit Steinpilzen, Kräutern, alle möglichen gefüllten Sorten. Il Secondo Piatto ist eigentlich immer fleischig, Vegetarier haben es hier schwer. Sind wir nicht, was uns aber auch fehlt, ist das Gemüse. Auf jeden Fall sollte man noch Platz im Bauch für ein Dolce haben. Der Nachtisch ist immer sehr köstlich.  Zum Frühstück braucht man nicht viel zu sagen, das ist italienisch, also fast nichts. Klar, man ist ja noch vom Abendessen satt. Weil wir aber vom Frühstück unseren Tagesproviant abzweigen, fällt dieser meistens seh...

Tag 14

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Fondo - Bochetta delle Oche (2415 m) - Piamprato - 13,5 km - Auf 1350 m - Ab 870 m Es war wirklich eine Monstertour.  Begonnen hat sie ganz gemütlich, immer am rechten Ufer des wild rauschenden Torrente Chiusella entlang. Wir waren schon kurz nach 7 h losgezogen und brauchten im kühlen Bergschatten erstmal zwei Stunden um auf Betriebstemperatur zu kommen. Da hatten wir die ersten 500 Höhenmeter locker geschafft. Danach wurde es kernig. Immer mal wieder ein Blick zurück in die Poebene und nach vorne zum Monte Marzo - und stetig steiler steigen! Die Kräfte drohten mich heute zu verlassen. Es wurde Meter um Meter kälter, und mit Erreichen des Passes waren die Wolken da. Ein paar Meter unter der Kante war’s schon wieder gut - Pause!  So gemein wie der Aufstieg war, war auch der Abstiegsweg. Erst felsig steil, meist in Wasserläufen (der letzte Schnee schmilzt), dann ziemlich zugewachsenes Buschgelände, schräge Felsplatten, unter uns die Schlucht de...

Tag 13

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Rifugio Bruna Piazza ( Traversella) - Pian do Cappia - Succinto - Fondo - 10,3 km - Auf    378 m - Ab 280 m Pausentag? Während ich darauf eingestellt war, den verregneten Sonntag in der Hängematte zu verbringen, grummelte der Gatte, „schau doch noch mal nach dem Wetter“. Es war ja nun tatsächlich nicht so schlimm wie angekündigt. Der Regen hatte am Samstagabend schon aufgehört und am Morgen verzogen sich die dicken Wolken.  Er wollte weiter, ich nicht. Wir einigten uns auf einen Kompromiss: wir gehen heute zurück zur    GTA, aber erst nach einem gemütlichen Frühstück, das im Rifugio heute ganz  besonders gut und reichhaltig war. Erst gegen 11 h nehmen wir den Sentiero delle Anime unter die Füße. Auf dem "Seelenweg“, um den sich etliche Legenden ranken, kann man immer mal wieder Zeichen einer alten Kultur, in die Felsen geritzt, entdecken. Er hat allerdings ziemlich unter einem Waldbrand gelitten. War also kein Waldspaziergang! ...

Tag 12

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Le Capanne - Alpe Chiaromonte - Rifugio Bruno Piazza (Traversella) - 12,7 km - Auf 760 m - Ab 1120 m Es gewittert! Bisher immer nur nachts, doch für heute waren bereits am Nachmittag Gewitter gemeldet. Wir haben deshalb die Route geändert: statt auf der GTA nach Fondo zu wandern, sind wir nach der Alpe Chiaromonte abgestiegen. Der Alpbauer Giorgio war gerade da und hat uns auf einen Kaffee eingeladen. Piet hat ihn im Gästebuch gezeichnet, das hat ihn gefreut. Von mir wollte er wissen, was ich gegen Knieschmerzen empfehle. Arnika, was sonst? Wächst ja vor der Haustür.  Nach dem Steilabstieg durch die Grashänge nach Traversella werde ich auch wieder Arnikapackungen für meine Knie anlegen müssen.  Auf jeden Fall hat es sich als gut erwiesen, nicht auf der Kammroute mit dem gemäßigten Abstieg nach Fondo zu bleiben, denn es rumpelte schon bald gewaltig über uns. Der Weg 719 ist gut markiert ( offiziell und mit Steinmännchen), trotzdem war das Garmin hilfr...

Tag 11

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Quincinetto - Le Capanne - 5,8 km - Auf 1110 m - Ab 0 m Jetzt haben wir die Walliser Alpen verlassen und werden die nächsten Tage durch die Grajischen Alpen im Gran-Paradiso-Nationalpark unterwegs sein. Die GTA führt durch die wilde, einsame Seite des Schutzgebietes, wo wir mit Glück Steinböcke zu sehen bekommen werden. Ein nächtliches Gewitter hat die Morgentemperaturen auf unter 30 Grad gebracht. Wir verlassen das dampfende Quincinetto und unsere sehr komfortable Unterkunft im B&B Casa Val kurz nach 6 Uhr morgens ohne Frühstück. Allerdings werden wir mit Verpflegung versorgt, die einen ganzen Tag reichen würde.  Bis die Sonne übern Berg gekrochen ist, haben wir auf der gepflegten Mulattiera schon eine gute Höhe erreicht und finden einen mückenarmen Platz für unser Frühstück.  Ein kurzer Blick in eine ehemalige Quarzmine, dann schattig weiter durch einen Birkenwald und am Ende über Wiesen und Kuhweiden bis zum Agriturismo Le Capanne. Bereits um 11 Uhr...