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GTA 2022 - auf ein Neues

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Drei Jahre später - diesmal starten wir tatsächlich in der Schweiz, um nochmal auf der GTA zu wandern. Mattmark-Stausee (2100 m) - Passo de Monte Moro (2840 m) - Rifugio Oberto Maroli (2798 m) Am Montag 29. August geht's los in Zürich mit der Bahn bis Visp und weiter mit dem Bus bis Saas Almagell. Dort steigen wir in den Bus, der uns zum Mattmark Stausee hochfährt und können mittags bei bestem Wetter starten. Die erste Stunde entlang des Sees nervt der Rucksack - wie immer, wenn es zu gemütlich und flach dahingeht. Sobald wir den Anstieg auf gutem Weg beginnen, kommen wir zügiger voran. Die GTA Markierung beginnt auf 2400 m in zunehmend felsigem Gelände. Jetzt wird es anstrengend - und kälter. Der Trail ist zum Glück eng markiert, denn die Sicht wird immer weniger und jeder Stein sieht mittlerweile gleich aus. Nach knapp vier Stunden ist der Passo Monte Moro mit der goldenen Madonna delle Neve erreicht. Nun braucht es nur noch einen kurzen Abstieg zum Rifugio Oberto Maroli. Dort gi...

GTA - tutto a piedi

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GTA - tutto a piedi 52 Tage auf der Grande Traversata delle Alpi vom Lago d’Orta über die Piemontesischen Alpen nach Ventimiglia am Mittelmeer. Alles zu Fuß und ohne Begleitung? Ja beinahe.   Zum Einstieg in Omega hätten wir den Bus gebraucht, der aber nicht fuhr. Also baten wir den freundlichen Herrn, der uns dringend vom Wanderweg abgeraten hatte - weil komplett zugewachsen, uns ein Stück zu fahren.   Am neunten Tag sehen wir, was Massentourismus in den Alpen anrichten kann: er ehemalige Saumweg musste einer planierten Schotterpiste weichen, um Liftanlagen und Skipisten auf den Hochweiden zu installieren. Wir sparen uns 700 Höhenmeter Ödnis und nehmen die Seilbahn vom Kloster Oropa bergauf bis Oropa Sport. Nach zwei Wochen - in Piamprato - legten wir einen Tag Pause ein und umfuhren eine weitere Etappe. Auch hier wurde von offizieller Seite vom Fußweg abgeraten. Diesmal fuhr der Bus. Hier lernten wir Stefan kennen, einer der Wenigen die ebenfalls die ganze GTA d...

Tag 52 - gesund und glücklich angekommen

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Rifugio Alta Via - Madonna della Neve - Ventimiglia    Spiaggia - 12,8 km - Auf 280 m - Ab 810 m Die letzte Etappe bot noch einige Überraschungen, besonders was die Aufstiege betraf. Vom Rifugio ging es erstmal wieder hoch zum Gratrücken der Alta Via dei Monti Ligure. Im aussichtsreichen und bequemen Auf und Ab bei leicht bedeckten Himmel waren wir anfangs recht leichtfüßig unterwegs. Macchia wechselt mit Weingärten und Olivenhainen, die Düfte sind jetzt sehr mediterran. Aber wie immer, wenn wir dachten „heute nur kurz und flach“ zog sich die Etappe in die Länge. Alles Kopfsache! Nach etwa zwei Stunden ein Steilanstieg am Monte Barracone, dem Kreideberg, der uns deutlich spüren ließ, wie sich Wandern bei 30 Grad und mehr anfühlt. Das hatten wir ja vorher nie. Dann sahen wir zum ersten Mal Ventimiglia. Nur kurz, denn dann kam schon der nächste Hügel, der auf einer Schotterpiste überwunden wurde, vorbei an den letzten Kasernenruinen, die uns seit dem Tenda-Pas...

Tag 51

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Rifugio Gola di Gouta - Bassa d‘Abellia - Passo del Cane 596 m - Rifugio Alta Via - 18,5 km Auf 185 m - Ab 880 m Wir verlassen die Berge endgültig. Auf breiter Militärpiste geht es fast stetig bergab. Wegen eines Felsabbruchs natürlicherweise gesperrt brauchen wir nicht mit motorisierten Begegnungen zu rechnen. Tatsächlich sind es nur zwei Maultiere und ein paar Mountainbiker. Es ist unglaublich still hier im bewaldeten, küstennahen Hinterland des ligurischen Meeres. Kiefern verbreiten südlichen Duft, dann beginnt die Macchia.  Ein bisschen langweilig ist das schon nach all den spektakulären Etappen der letzten Wochen. Aber damit fällt der Abschied leichter.  Das Pistenwandern macht müde, zumal sie unglaublich ruppig ist, und das Brombeeren am Wegrand naschen verliert auch nach etlichen Stunden seinen Reiz. Ein letzter Abstecher über den Monte Erisetta sorgt mit einem kurzen Aufstieg nochmal für Abwechslung, dann erreichen wir unser vorletztes Etappenziel: ein...

Tag 50

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Colla Melosa - Sentiero degli Alpini - Gola dell‘Incisa 1685 m - Colle del Corvo 1404 m - Passo Muratone 1158 m - Rifugio Gola di Gouta - 17,8 km - Auf 630 m - Ab 940 m Endlich ist der Himmel wieder milde gestimmt, für die Tour über den Alpinisteig perfekt.  Der teilweise in den Fels geschlagene, schmale Pfad windet sich durch die Steilwände des Monte Pietravecchia. Nicht nur der Weg, auch die schroffen Schluchten und die vielen bewaldeten Täler erinnern mich sehr an Madeira. Fast überkommt mich ein bisschen Heimweh. Leider ist ein Teil des Weges durch einen Felssturz zerstört, der auch den Aufstieg zum Gola dell‘ Incisa in Mitleidenschaft gezogen hat. Macht aber nix, denn der steile Hang hat so viele Düfte zu bieten, dass mich der Zustand des Weges überhaupt nicht stört: Lavendel, Thymian, Bohnenkraut, Cola-Strauch, Heiligenkraut, Edelraute, Wermut und einiges was ich gar nicht keine. Bei solchen Wegen vergesse ich sogar mein Schienbein.  Aber auch die ...

Tag 49

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Rifugio La Terza - Il Redentore    - Monte Sacarello 2200 m - Passo di Collardente 1600 m    - Passo Sanson 1707 m - Colle Bertrand 1953 m - Colla Melosa / Rifugio Allavena - 16,8 km - Auf 559 m - Ab 1050 m Unser erster Weg heute morgen brachte uns wieder am Redentore vorbei. Er hat gestern mit seinem Blitzableiter das Schlimmste von uns abgelenkt. Von unserem Felsschutz aus gesehen war es ein furchterregendes Spektakel.  Der Monte Sacarello ist unser letzter 2000er, ab jetzt geht es nur noch bergab, nicht nur, aber tendenziell. Erstmal steil mit voller Konzentration durch den nassen Grashang, dann kommen nur noch bequeme Waldwege. Doch wir können das heute nicht genießen. Immer noch bauen sich Wolkentürme um uns herum auf, und nach dem gestrigen Erlebnis wagen wir kaum eine Pause. Mehr als Wolken gab’s heute glücklicherweise nicht. Wir kommen also trocken an. Was mir seit vorgestern Probleme macht - kaum zu glauben- es ein 50 Jahre alter Sc...

Tag 48

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Rifugio Don Barbera - Colle del Signori 2107 m - Colle delle Selle Vecchie 2097 m - Monte Bertrand - Cima Missun 2355 m- Passo Tanarello 2034 m- Monte Sacarello 2200 m - Rifugio La Terza - 16,9 km - Auf 834 m - Ab 580 m Der Morgen versprach einen Bilderbuch-Sonntag, perfekt für die heutige Kammwanderung, immer der Grenze entlang. Mal auf der italienischen Seite, mal auf der französischen Seite und zwischendrin immer mal wieder auf dem Grat. Gute Sicht in alle Richtungen und die Hoffnung endlich das Meer zu sehen.  Aber: Gegen 11 Uhr hängt sich am Monte Bertrand eine dunkle Wolke auf, wir beschließen nicht oben drüber zu gehen, sondern östlich unten um ihn herum. Um 13 h fallen die die ersten Tropfen. Und in Minutenschnelle hat sich ein Gewitter über uns zusammengezogen. Erst nur heftiger Regen und Donnergrollen, dann zucken die Blitze.  Wir sind zum Glück gerade nicht im offenen Gelände und nehmen - an eine Felswand gedrückt - Schutzhaltung ein. Nach dem Erlebnis ...