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Tag 38

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Sambuco - Caserma (2241 m) - Bagni di Vinadio - Strepeis - 12,5 km - Auf 1120 m - Ab 1010 m Das war heute anstrengend und ohne echte Highlights. Erst 1100 m steiler Wolkendurchstieg hinauf, oben zumindest kein Regen, danach noch steiler wieder runter. Immerhin kam die Sonne noch raus und wir kühlten die heißen Füße kurz im Bach.  Unser Posto Tappa ist mal wieder sehr speziell, ein bisschen wie Landschulheim. Wir beide belegen die untere Etage mit 10 Betten, zwei weitere GTA Wanderer die obere. Fürs heiße Duschen brauchen wir Jetons, die gerade nicht verfügbar sind, und Essen gibts erst um acht. Nach dem Luxus von gestern sind wir etwas enttäuscht. Aber wir sind ja in einem Ort mit Thermalbad. Die Therme ist zwar seit Jahren wegen Renovierung geschlossen, aber am Bach gibt es zwei Gumpen mit wunderbar heißem Thermalwasser. Statt zu Duschen liegen wir am späten Nachmittag also in den kleinen Becken und lockern die angestrengten Muskeln. Wir merken seit eini...

Tag 37

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Endlich lassen sich mal wieder Fotos laden. Deshalb konnte ich die letzten Tage auch bebildern. Pontebernardo - Pietraporzio - Sambuco - 10,8 km - Auf 380 m - Ab 450 m Spazierwanderung mit Picknick Nun sind wir schon mehr als fünf Wochen unterwegs und essen jeden Abend vorzüglich ( gestern gab es z.B. als Primo Pasta mit Zucchini-Minze-Käsesoße, und als Secondo Hirschgulasch), aber wir können nur ganz selten Tagesproviant einkaufen. Es gibt in den kleinen, zum Teil nur im Sommer bewohnten Dörfern einfach keine Läden. Die Trattorien, Pensionen und Posto Tappa-Betreiber kaufen vielfach direkt, anderes kommt aus dem Garten und, wenn es eine Fahrstraße gibt kommt ab und zu ein fahrender Händler vorbei.  Aber heute war Markt in Pietraporzio und wir konnten bei unserer kurzen Etappe umdisponieren und einen „Einkaufsbummel“ einplanen. Mit Käse, Salami, Brot und Obst schwer bepackt, stiegen wir die knapp 400 m hoch zum alten Schäferweg und machten eine lang...

Tag 36

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Chialvetta - Passo della Gardetta (2437 m) - Passo di Rocca Brancia (2620 m) - Pontebernardo - 19,7 km - Auf 1190 m -Ab 1360 m Eine knappe Stunde und 150 Höhenmeter extra war uns die letzte Nacht wert. Die ursprüngliche Idee im Rifugio am Passo della Gardetta zu übernachten, hatten wir verworfen, weil ich sowohl das angekündigte Gewitter als auch die Kälte in dem ehemaligen Kasernengebäude fürchtete. Also sind wir gestern bis auf 1500 m runter und mussten dafür heute eine sehr lange Etappe meistern.  Landschaftlich war es so abwechslungsreich, dass es sich am Ende anfühlte, als wären wir mehrere Tage unterwegs gewesen (unsere Füße meinten das auch). Der Übergang vom Maira- ins Stura-Tal beginnt, wie häufig in dieser Region mit einer Piste, zieht sich aber bald steil auf schmalen Pfaden durch den Südhang nach oben. Unterhalb des Passes stehen zwischen kegelförmigen Gipshügeln noch mehrere völlig intakte Militärbunker. Gruselig, wie die Geschützöffnungen direk...

Tag 35

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Chiappera - Saretto - Colle Ciarbonet (2206 m) - Chialvetta - 16,2 km - Auf 840 m - Ab 970 m Kein Morgen, der zum Losgehen motiviert. Es wird gar nicht richtig hell. Also trödeln wir mal beim - ausnahmsweise - reichhaltigen Frühstück herum. Die Wolken verziehen sich, um neun Uhr kommt die Sonne raus und wir gehen auf bequemem Forstweg los. Am kleinen Stausee Lago di Saretto wechseln wir die Flussseite, gehen ein Stück Straße bis zu den Maira -Quellen und dann auf einem schönen Weg mit angenehmer Steigung durch den stillen Wald bis zum Pass.  Alles recht unspektakulär, aber gut um sich nach den überwältigenden Eindrücken von gestern ein wenig zu erden. Beim langweiligen Abstieg auf der Militärpiste sind die Shortcuts und die Murmeltiere eine willkommene Abwechslung.  Die letzte halbe Stunde ist wie immer zu lang. Gefühlt ist man fast da, aber eben doch nicht und dann wird vor allem der Rucksack lästig.  Die Gewitterwolken halten sich noch ein bisschen...

Tag 34

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Rifugio Melezé - Colle do Bellino (2804 m) - Grange Collet - Chiappera - 18,6 km - Auf 1098 m - Ab 1250 m Nach 11 h Schlaf, einem Drogencocktail und gutem Zuspruch aus der kleinen „GTA-Familie“ ( es gab sogar das Angebot meinen Rucksackinhalt auf mehrere Schultern zu verteilen) war meine Motivation groß, die aussichtsreiche Etappe ins Maira -Tal zu versuchen. Es ging alles gut - und meinen Rucksack konnte ich auch alleine tragen. Himmel und Berge waren heute wie gemalt.  Zuerst ging es vorbei am Rocca Senghi, einem gewaltigen Felsbrocken, der irgendwie am Grashang zu kleben scheint. Dann durch eine sehr eindrückliche Klamm und weiter über gute Pfade die Alphänge hinauf. Eine gesprengte Bunkeranlage erinnert wieder einmal daran, dass die Alpen des Piemont lange Zeit Kriegsgebiet waren.  Am Colle di Bellino angekommen, erfüllt uns das Panorama mit unglaublichem Staunen: Die Dolomiten von Cuneo!  Der Tag war für diesen Anblick wie geschaffen: k...

Tag 33

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Rifugio Bagnour - Castello - Maddalena - Colletto Battagliola - Chiazale - Sant‘Anna / Rifugio Melezé - 20 km - Auf 1010 m - Ab 1240 m Das hätte heute eine sehr schöne, einfache Wanderung sein können - runter durch den Wald, am See entlang, rauf durch den Wald, runter über die Wiesen und rein ins Bellini-Tal, alles auf guten Wegen bei allerschönstem Wetter, aber ich habe nicht nur Monte Visos Rache zu spüren bekommen (vermutlich vom Po-Wasser  😩😩😩 ), sondern mir vorgestern in der eiskalten Hütte eine Blasenentzündung eingehandelt.  Jetzt wird Tee getrunken, ein Antibiotikum eingenommen und dann müssen wir sehen, ob wir morgen bis ins Maira-Tal kommen. Dort hätten wir zum Auskurieren endlich mal wieder ein privates Zimmer in einem Agriturismo. Es ist immer noch nicht möglich mehrere Fotos hochzuladen. Das Internet ist hier noch nicht so richtig angekommen.

Tag 32

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Pian del Re - Sorgente del Po - Lago Grande di Viso - Passo Gallarino (2727 m) - Passo Chiafreddo (2764 m) - Pian Meyer - Lago / Rifugio Bagnour - 19,8 km - Auf 1098 m - Ab 890 m Heute hat uns das frühe Aufstehen keinen Vorteil gebracht. Den zur Poquelle strömenden Menschenmassen konnten wir zwar noch entkommen, aber der Monviso wirkt    wie ein Magnet auf Italiener und Franzosen gleichermaßen. Ich kam beim Aufstieg nicht so richtig in meinen Tritt. Der Genuss, am Fuße des gewaltigen Berges zu sein, stellte sich nicht ein. Erst als wir am Rifugio Quintino Sella, das zugegeben sehr exponiert am See zu Füßen des Monviso steht, wurde es weniger mit den Wandermassen. Wir stiegen durch ein Meer aus Steinen auf den Passo Gallarino zu, während es über uns stetig polterte. Wir waren nicht in Gefahr, aber ein bisschen unheimlich war es schon.  Beim Übergang zum Passo Chiafreddo macht dieser seinem Namen alle Ehre. Trotz Sonne schlug uns ein eiskalter Wind ent...